Band

Wir sind nicht wie…..
Wir sind DIE Familienband(e)

Bene Vobis

Die ganz besondere Geschichte einer Familie und ihrer Band
Als wir beiden "Alten" Iris und Oli vor 25 Jahren das Theater "Vom kleinen Volke" gründeten, hatten wir nicht nur die Geisterwesen der Anderwelt dabei, sondern auch drei ganz persönliche Geisterchen- unsere Kinder Fynn, Thalea und Liam. Die Drei wuchsen auf Mittelaltermärkten auf, im Tourbus, Ritterzelt, mit Geschichten, Musik und allem, was diese Feste ausmacht.
Das prägte sie auf wunderbare Weise. Sie lernten altes Handwerk, den Umgang mit Tieren, mit besonderer Begeisterung auch bei Gauklern und- natürlich- mit und bei uns.
Parallel wuchs auch das Theater und die darin integrierte Musik. Letztere verließ mit der Zeit wortwörtlich als Walk Act das Theaterzelt . Oli begann Dudelsäcke zu bauen, aus uns beiden als Duo wurde bald ein Trio mit befreundeten und bekannten Musikerkollegen.
Das auch unsere Kinder mit so viel Hingabe am Theater und der Band teilhaben wollten- damit hätten wir nie gerechnet. Sowohl das Erzählen, als auch die Gaukelei und verschiedene Instrumente, all das wurde ausprobiert.
Bereits 2007, im Alter von sechs Jahren, war Liam von der Blockflöte zur Schalmei gewechselt und beeindruckte bei ersten gemeinsamen Auftritten mit seinen Eltern. Sein Talent drängte auf die Bühnen, die Dinge nahmen ihren Lauf.
Es wurde mehr. Bene Vobis spielte weiter als Trio, wenn auch mit unterschiedlichen Musikern am zweiten Marktsack. Das Repertoire wuchs, ebenso die Zahl der Engagements und wo immer es ging trat Liam mit auf.
Es wurde mehr. Bene Vobis spielte weiter als Trio, wenn auch mit unterschiedlichen Musikern am zweiten Marktsack. Das Repertoire wuchs, ebenso die Zahl der Engagements und wo immer es ging trat Liam mit auf.
Auch sonst tat sich einiges: Konstruktion und Bau von bandeigenen Marktsäcken aus Oli`s Werkstatt nahm Fahrt auf. Das erste Hümmelchen für Liam entstand, auch große Säcke wurden in Angriff genommen. Thalea und Fynn entdeckten ebenfalls die Auftritte für sich. So kam es 2008 zum bislang größten Ereignis: Die drei Geschwister traten das erste Mal zusammen auf. Was waren wir stolz!
Bene Vobis erweiterte weiterhin das Programm, Mutters Moderation, sowie Instrumente wurden verfeinert und aufgestockt. 2009: Ein großes Jahr! Die Kinder (8 und 10 Jahre alt) gründeten ihre eigene Band: Die kleinen Spielleyt. Musik, Jonglage, Moderation und sogar ein eigenes Banner.
Doch das war noch nicht alles. In dieser Zeit entwickelte Bene Vobis auch erste gemeinsame Choreografien mit den kleinen Spielleyt.
Es war ein famoses Jahr, denn ebenfalls in diesem Jahr jonglierte Thalea das erste Mal mit Feuer. Mit acht Jahren! Wieder mal waren wir sooo stolz! In den kommenden Jahren wurde es laut, lustig, abenteuerlich und ungemein kreativ.
2010 fertigte Papa den ersten größeren Dudelsack für Liam an. Das erweiterte die Möglichkeiten der Auftritte der kleinen Spielleyt enorm. Nicht nur mit uns wurde musiziert, auch mit anderen Mittelalterbands.
Im dritten Jahr nach ihrer Bandgründung erreichten die Darbietungen der drei Geschwister solche Qualität, das einige Veranstalter sie ausdrücklich auf ihren Märkten willkommen hießen. Unsere Kinder kamen weit mit uns herum.
Zum Ende der Saison 2011 verließ uns ungeplant unser zweiter Sacker. Da wir nun unterbesetzt für das nächste Engagement waren entschieden wir uns offiziell und mit heftigen drei Minuten nachdenken mit den Kindern zu fusionieren. Bene Vobis con kleine Spielleyt war geboren!
In den folgenden Jahren legten wir als Band unglaubliche Strecken zurück. Mit im Gepäck: Riesen Spaß und Begeisterung für unser Projekt. Wir fanden Fans, Freunde, Inspirationen und unseren einzigartigen Stil des professionellen Chaos.
Dabei blieb es aber nicht. Da wir nicht nur musikalisch, sondern auch kreativ in weitestem Sinne sind (manche sagen verrückt), nahmen wir uns vieler Themen an. Ja. Wir sind verrückt. Ohne Zweifel!
2014 / 2015 gab es einige Neuerungen technischer und künstlerischer Natur. Olis Dudelsäcke tönten immer lauter und besser, seine Anfertigungen gewannen enorm an Präzision. Die erste Dudelsack-akrobatik von Oli und Liam entstand, Fynn bereicherte die Feuershow mit dem brennenden Diabolo.
Zu dieser Zeit nahmen wir auch ein sehr exotisches Instrument mit auf: Unser Klonkklonk, das Fynn und Iris bespielen. Oli entwickelte geniale Accessoires für die Feuershow: Die brennenden Trichter für die Marktsäcke. Und ebenfalls 2016 feierte Liam sein 10jähriges Bühnenjubiläum!.
Im Fluss der Zeit entdeckten wir immer neue Spielorte für uns. 2017 erweiterten wir auch die Zeit an sich: Neben dem Mittelalter entdeckten wir den Steampunk für uns! Eine kreative Abwechslung... .
Die Zeit verflog. Nicht aber unsere Ideen. So wurde die Dudelsack-akrobatik ausgebaut, ebenso wie die nichtmusikalischen Aktivitäten: Das Possenspiel!
In den nächsten zwei Jahren wurde Steampunk, vor allem aber die Feuershow ausgebaut. Neben dem Feuerdiabolo von Fynn kam noch der Stab dazu. Thalea jonglierte mit brennendem Hoop und ersann eine bemerkenswerte Variante: Feuerhoop und -pois gleichzeitig!
In all den bis hierher vergangenen Jahren war es nicht immer einfach gewesen Entfernungen zu bewältigen, die Schule der Kinder zu kompensieren, Krankheiten auf den Märkten zu überstehen, ebenso wie Unwetter, Pannen oder auch nur den Marktfraß. Doch dann kam etwas, womit niemand gerechnet hätte: Corona. Innerhalb weniger Wochen brachen uns sämtliche Engagements für 2020 weg. Es sollten zwei lange Jahre der Stille werden. Viele Kollegen und Freunde mussten aufgeben, hinterließen leere Plätze in der Welt des Mittelalters. Wir hatten das große Glück Familie zu sein. Wir suchten uns Jobs, warfen alles in einen Topf und überlebten diese beklemmende, öde Zeit. Und welch ein "Hallo" gab es dann 2022. Endlich ging es wieder los!
Man spürte es überall: Die Menschen feierten, wir feierten, hatten Spaß auf, vor, neben der Bühne, nicht nur für, sondern auch mit unserem Publikum. Es war eine grandiose Saison!
Eigentlich wollten wir anknüpfen, wo wir zwei Jahre zuvor aufgehört hatten. Aber irgendwie wurde alles lebendiger, ausgefeilter, heiterer. Wenn es an Corona eine einzige gute Sache gab, dann das: Alle wussten wieder richtig zu schätzen, was sie taten und liebten.
Nach all den Jahren gab und gibt es immer noch Momente, die einem Gänsehaut bescheren. So etwa das Zusammenspiel vieler Instrumente bei Umzügen. Oder das eiskalte Wasser eines Bottichs beim Possenspiel…
Inzwischen schrieb man das Jahr 2024 und uns war im Mittelalter noch immer nicht langweilig. Das mochte daran liegen, das wir die ernsten Dinge ernst nahmen und die unernsten nach Möglichkeit gleich mit auf ins Programm!
2025 tourten wir nicht nur als Bene Vobis durchs Mittelalter, sondern taumelten auch als Zeitpiraten über Fantasyspektakel. Mit im Gepäck: Viel neuer Unsinn auf dem Platz, Schmierentheater und auch Tavernenlieder.
Damit war unser kreatives Potential aber noch nicht erschöpft. Im gleichen Jahr organisierten wir auch das erste Mal einen großen Pestumzug, incl Kostümen, Requisiten, Maskenbildnerei und Choreografie. Das war dermaßen erfolgreich, das wir es fest ins Bandangebot mit aufnahmen.
Durch die neuen Ideen und Angebote der Band hatten wir Eines gelernt: Egal ob wir hässlich sein wollten oder schön sein konnten- wir nahmen die Leute mit, persönlich, unmittelbar und überraschend, zu den unterhaltsamsten Seiten des nicht mehr ganz so finsteren Mittelalters!
An ein definitives Ende möchten wir erst einmal nicht denken. Obwohl alles vergänglich ist planen wir munter weiter, lassen uns treiben, packen die Instrumente zusammen und drehen uns musizierend und singend im Kreis des Lebens.
Jetzt ist 2026 und obwohl wir noch nicht wissen was es uns bringen wird steht eines fest: Wir feiern als Familienband Bene Vobis in diesem Jahr unser 15 jähriges Jubiläum! Was wir uns wünschen? Gemeinsam gesund Spaß zu haben und zu machen, allzeit gutes Wetter, neue Märkte, alte Freunde, sichere Feste und: Feiert ein wenig mit uns! Danke für all die vielen Jahre, die wir für Euch aufspielen konnten und hoffentlich noch können. Ohne Euch gäbe es uns nicht!